Die Heiderundfahrt des Naturparks Dübener Heide führt einmal im Jahr durch mehrere Orte in Sachsen und Sachsen-Anhalt, an denen sich zeigt, wie Landschaft, Natur und Mensch aufeinander wirken. Das Jahresthema 2026 lautete „Natur — Wasser — Mensch”. Die Rundfahrt begann in Tornau und führte über Schköna, Parnitz und Bad Schmiedeberg nach Bad Düben.
Station Parnitz — 13:30 bis 15:00 Uhr
Zwischen Schköna und Bad Schmiedeberg machte die Rundfahrt Halt am Forsthaus Parnitz — dem historischen Ensemble mitten in der Dübener Heide, in dem die Waldbauernschule Parnitz entsteht. Bei Kaffee und Kuchen im Wald sprachen Susanne und Stefan Reuter über drei zusammengehörende Themen:
- Wasserhaushalt und Wasserrückhalt im Wald — wie Wasser am Standort gewonnen, genutzt, gereinigt und wieder in den Naturkreislauf zurückgeführt wird.
- Wasser und Natur — der Parnitzer Teich und die zurückkehrenden Biber am Buchholzbach als Beispiel für das Spannungsfeld zwischen natürlicher Dynamik und menschlicher Nutzung.
- Waldumbau und klimaresiliente Waldbewirtschaftung — was die Waldbauernschule Parnitz künftig als Lern-, Erprobungs- und Vermittlungsort leisten soll.
Standort mit langer Geschichte
Der Ort selbst hat viel zu erzählen — vom „wüsten Ort” der Kirchenvisitation Kemberg 1578 über das Gründerzeit-Jagdhaus der Familie Bauermeister von 1905, die Jugendherberge „Artur Becker” ab 1953 und das MfS-Ausbildungsobjekt der DDR-Zeit bis zum Schullandheim der Wendezeit und dem heutigen Aufbau der Waldbauernschule. Wer sich näher damit beschäftigen möchte, findet die komplette Chronik im Historischen Archiv.
Die weiteren Stationen der Rundfahrt
- 12:00 Uhr — Schlosspark Schköna: Sehnsucht nach Wasser in Schloss und Park. Karola Schmidt (Ortschaftsrat) und Wolfgang Kapfenberger (Ortschronist).
- 15:30 Uhr — von Moschwig nach Bad Schmiedeberg: Teiche im Moor — Geschichte einer Heilung. Mit Gudrun Grünig, Constanze Zepperitz und Tobias Stichel.
- 17:00 Uhr — Bad Düben: Auf dem Wasser wandern — zwischen „Arteser” und „SchwammStadt”. Mit Michael Seidel und Raik Zenger, danach Abendessen im Lutherhaus („Vesper aus Wald und Bach”).
Danke an den Naturpark Dübener Heide für die Einladung und die Organisation der Rundfahrt, an unsere Helfer, die den Nachmittag am Forsthaus möglich gemacht haben — und an alle, die bei uns Halt gemacht haben, für die Zeit, die Gespräche und das Interesse an unserem Projekt.